CSI Zürich: Steve Guerdat gewinnt das Weltcup-Springen

01.02.2010 08:59 von Kenneth Kronenberg

Steve Guerdat nach seinem Triumph

Zürich –Der Höhepunkt des CSI Zürich bildete des Mercedes Classic des Rolex FEI World Cup. Als dritter Schweizer nach Markus Fuchs und Willi Melliger gewann Steve Guerdat im Sattel seines Belgier-Hengstes Trésor. Er startete als Letzter ins Stechen und überzeugte auf der ganzen Linie.

 

Wie im Vorjahr belegte die Tessinerin Clarissa Crotta mit Westside nach einem ebenfalls fehlerlosen Stechen Platz fünf. Der Berner Niklaus Schurtenberger als Siebter mit Cantus nach einem Abwurf und der Thurgauer Beat Mändli als Acher mit Louis nach zwei Versehen im Stechen rundeten das ausgezeichnete Schweizer Abschneiden im Weltcupspringen ab, das mit 243'000 Franken die höchste Hallenprüfung der Welt ist.

 

«Ich habe diesen Sieg nicht erwartet», erklärte Steve Guerdat nach seinem Erfolg. Wie gross die Freude war, demonstrierte er eindrücklich, indem er sich nach der Zielpassage den Helm vom Kopf riss und die Siegesfaust schwenkte. Er genoss sichtlich das Bad im Applauses der 11320 Zuschauer. «Es war einer der grössten Siege meiner Karriere», so Steve Guerdat. «Trésor war im Herbst nicht so in Form und hatte eine dreimonatige Pause. Davor musste er viel starten, da Jalisca Sollier und Ferrari verletzt waren. Jetzt steht das Glück wieder auf unserer Seite. Hier in Zürich zu gewinnen ist ein Heimsieg für mich». 

 

Fünf Schweizer Siege
Die Schweizer Springreiter überzeugten am 22. Mercedes-CSI. Fünf Siege gingen auf das Konto der einheimsichen Reiter, drei allein sicherte sich der vermutlich neue Weltranglisten-Erste Pius Schwizer, der sich trotz zwei Abwürfen mit Carlina in der Mercedes-Classic als bester Turnierreiter auszeichnen liess und total 57'600 Franken einkassierte. Neben Steve Guerdat reihte sich auch Janika Sprunger im Equipenspringen zusammen mit Harrie Smolders (Ho) ganz vorne ein. Erfreulich auch, dass sich der Schweizer Nachwuchs, Sprunger, Fricker, Lazzarotto, die Zügers und besonders der aufstrebende Martin Fuchs, ihre Klasse aufblitzen liessen. Da wächst starke interne Konkurrenz für die Team-Europameister heran, und auch Niklaus Schurtenberger bewies, dass sein 15-jähriger Schimmel Cantus noch nicht zum alten Eisen gehört. (kk)

 

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