Pferdeseuche: Pferde müssen getötet werden
31.12.2009 11:49 von Kenneth Kronenberg
Update Pferdeseuche
Neufang bei Kulmbach (D) – Die schlimmsten Befürchtungen sind Wirklichkeit geworden. Der Verdacht auf Erkrankung an «equinen infektiösen Anämie» EIA (pferdeweb.ch berichtete) wurde bestätigt. Fünf Pferde aus dem Stall von Ralf Michel wurden auf amtliche Anordnung hin getötet. Die Lage hat sich weiter verschärft, nachdem bekannt worden ist, dass gestern auch ein Pferd aus einem anderen Stall im nördlichen Landkreis an EIA erkrankt ist und hingerichtet werden musste. Im Landkreis Kulmbach ist offiziell der Seuchenfall ausgerufen worden.
Für vier weitere Pferde aus Neufang, die im Verdacht einer Infektion stehen, besteht noch Hoffnung. Das Friedrich Löffler Institut wird nun nochmals Blut untersuchen. Sollten auch diese Proben negativ ausfallen, bleibt den Pferden die Tötung erspart. Das Ergebnis wird erst in der kommenden Woche erwartet. Der Stall in Neufang bleibt weiter gesperrt. Pferde dürfen weder von dort in einen anderen Stall gebracht werden noch dürfen neue Pferde dort einziehen. Erst wenn im Verlauf von acht Wochen zwei weitere Tests bei allen anderen in Neufang aufgestallten Pferde positiv ausfallen, kann Entwarnung gegeben werden.
Das sechste getötete Pferd lebte in einem privaten Stall mit drei Artgenossen im nördlichen Landkreis Kulmbach. Die Pferde hatten nachweislich keinen Kontakt zu Neufanger Pferden gehabt. Auch bei diesem Pferd war Fieber aufgetreten. Ein Test im Rahmen einer Klinikbehandlung hat das niederschmetternde Ergebnis gebracht.
Der Amtstierarzt Dr. Andreas Koller weist darauf hin, dass es keinen Anlass zu Panik gibt. Die Krankheit ist auf Menschen nicht übertragbar und kann zwischen Pferden nur schwer übertragen werden. (kk, Quelle: nordbayerischer Kurier)
